Unterschiede und Vorteile von feminisierten und autoflowering Samen

Lucas Maur

feminisierten und autoflowering Samen

Kenne ich einen, kenne ich alle Cannabissamen? Nein, das ist falsch. Es gibt sie in verschiedenen Formen und jede Sorte bringt ihre eigenen Vorteile für den Anbau mit sich. Zwei besonders beliebte Arten sind feminisierte Samen und autoflowering Samen. Beide haben ihre speziellen Eigenschaften, weswegen sie sich für unterschiedliche Anbauziele und Anbaubedingungen eignen. Wer Cannabissamen bestellen möchte, sollte den Unterschied kennen. Das hilft bei der Kaufentscheidung.

Feminisierte Samen: fast immer weiblich

Feminisierte Cannabissamen sind eine spezielle Züchtung. Sie ermöglicht es, dass die Samen fast immer weibliche Pflanzen hervorbringen. Das erweist sich als sehr hilfreich, denn auf diese reduzierst sich das Risiko auf männliche Pflanzen. Sie produzieren keine Blüten, die für die meisten Anwender das Hauptziel des Anbaus sind. Somit muss sich der Züchter nicht mit den männlichen Pflanzen herumschlagen, die Raum und Ressourcen unnötig verbrauchen würden. Somit maximiert der Züchter weiblicher Cannabis-Pflanzen mit feminisierten Samen seine Anbaufläche. Extra nach dem Geschlecht der Pflanzen zu schauen, entfällt somit. Gleiches zählt für das Entfernen der nicht gewünschten Cannabispflanzen. Dies macht die feminisierten Samen ideal für Anbauer, die eine reibungslose und effiziente Ernte anstreben.

Autoflowering Samen: sofortiges Upgrade zur Blütenphase

Eine weitere Innovation im Cannabisanbau sind die autoflowering Samen. Findige Biologen haben sie so genetisch abgeändert, dass sie automatisch in die Blütephase übergehen. Dies geschieht komplett unabhängig von den Lichtverhältnissen. Das ist ein großer Unterschied zu anderen Cannabissamen, die eine Änderung im Lichtzyklus benötigen. Ansonsten blühen sie nicht. Wer sich damit näher auseinandergesetzt hat, weiß, wie aufwendig dies ist. So gedeihen sie während der vegetativen Phase am besten unter langen Lichtperioden von etwa 18 Stunden Licht und sechs Stunden Dunkelheit pro Tag. Um die Blüte einzuleiten, stellt der Züchter den Lichtzyklus auf 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit um. Auf diese Weise ahmt er die natürlichen Bedingungen des Herbstes nach. Bei autoflowering Pflanzen ist dies grundlegend anders. Sie beginnen nach einer festgelegten Zeitspanne zu blühen. Für gewöhnlich liegt sie bei zwei bis vier Wochen nach dem Wachstum. Das macht sie besonders geeignet für Anbauer, die in Regionen mit weniger idealen Klimabedingungen leben oder die mehrere Ernten pro Jahr einholen möchten. Und noch aus einem weiteren Grund überzeugen diese Spezialsamen: Die daraus entstehenden Gewächse sind oft kleiner und unauffälliger, was sie ideal für den Anbau in kleineren Räumen macht. Durch diese praktischen genetischen Modifikationen sind die autoflowering Samen für gewöhnlich ein wenig preisintensiver als feminisierte Samen.

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Vergleich der Erträge und Anbauzeiten

Aus feminisierten Samen wachsen in der Regel weibliche Pflanzen mit Blüten. Angesichts dessen sind die Erträge meist höher als bei autoflowering Samen. Allerdings verläuft der Wachstumszyklus der autoflowering Sorten deutlich schneller. Im Klartext heißt das: Von jeder einzelnen autoflowering Pflanze hat der Züchter vermutlich weniger Ernte, aber dafür erntet er mehrmals im Jahr. Die Entscheidung zwischen feminisierten und autoflowering Samen hängt also stark von den spezifischen Anforderungen ab. Liegt der Fokus eher auf der Menge pro Pflanze oder auf der Schnelligkeit sowie Flexibilität des Anbaus? Die Wahl der richtigen Samenart kann den Unterschied zwischen einer stressigen Anbauerfahrung und einer erfolgreichen, ertragreichen Ernte ausmachen.

Lucas Maur
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