Rigips Decke abhängen – Abstände genau planen

Mathias Pfaff

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Wer in einer Altbauwohnung lebt, weiß, dass Heizen ab einer bestimmten Deckenhöhe teuer werden kann – insbesondere, wenn die Zimmerdecke schlecht isoliert ist. Eine abgehängte Decke durch Trockenbau kann dafür sorgen, dass Räume schneller warm werden und so zu einer Heizkostenersparnis führen. Zudem bietet eine Deckenabhängung Schallschutz und wertet den Raum optisch auf. Auch für eine in die Decke eingelassene Beleuchtung ist eine abgehängte Decke eine gute Basis: Die Kabel kannst du hinter der Deckenverkleidung verbergen.

Wenn du eine abgehängte Rigips-Decke planst, ist es wichtig, die Abstände genau zu planen. Die richtige Vorgehensweise beim Rigips Decke abhängen und die Auswahl der Werkzeuge sind entscheidend für eine stabile und sichere Montage. In diesem Tutorial erfährst du, wie du deinen Raum mit einer abgehängten Rigips-Decke optimal gestalten kannst.

Schritt 1: Profile für das Decken-Abhängsystem an der Wand anbringen

Bevor du damit beginnst, die Profile für das Abhängsystem anzubringen, klebst du das Dichtungsband auf die Wandseite der Profile. Zeichne anschließend die Einbauhöhe mithilfe einer Wasserwaage an den Wänden an. So stellst du sicher, dass die Profile gerade ausgerichtet werden. Orientiere dich besonders in Altbauwohnungen nicht an den Decken, denn diese sind häufig nicht ganz gerade. Zeichne dann entsprechend den vorgebohrten Löchern auf dem Profil die Dübellöcher vor und bohre diese mit einer Bohrmaschine in die Wand. Dann kannst du die Profile festschrauben.

Um die Profile für das Decken-Abhängsystem an der Wand anzubringen, folge den folgenden Schritten:

  1. Klebe das Dichtungsband auf die Wandseite der Profile.
  2. Verwende eine Wasserwaage, um die Einbauhöhe markieren.
  3. Zeichne die Dübellöcher auf dem Profil vor.
  4. Bohre die Löcher mit einer Bohrmaschine in die Wand.
  5. Schraube die Profile fest.

Das Dichtungsband stellt sicher, dass keine Feuchtigkeit zwischen den Profilen und der Wand eindringen kann. Durch die Verwendung einer Wasserwaage wird sichergestellt, dass die Profile gerade angebracht werden. Das Vorzeichnen der Dübellöcher erleichtert das spätere Anbringen der Profile, während das Bohren der Löcher mit einer Bohrmaschine eine präzise Befestigung ermöglicht. Schraube die Profile fest, um eine stabile und sichere Montage zu gewährleisten.

Mit diesen Schritten hast du die Profile für das Decken-Abhängsystem erfolgreich an der Wand angebracht. Du kannst nun mit dem nächsten Schritt fortfahren und die Direktabhänger an der Decke anbringen.

Materialien und Werkzeuge für Schritt 1
Dichtungsband
Wasserwaage
Bohrmaschine
Dübel
Schrauben

Schritt 2: Direktabhänger an der Decke anbringen

Um die abgehängte Rigips-Decke zu montieren, ist es wichtig, die Direktabhänger korrekt und mit dem richtigen Abstand an der Decke anzubringen. Hier erfährst du, wie es gemacht wird:

Position der Grundlattung festlegen

Lege die Position der Grundlattung des Abhängsystems per Schnurschlag fest. Markiere an der Decke, wo du später die einzelnen Tragschienen anbringen möchtest. Die Grundlattung bildet die Basis der Unterkonstruktion für die abgehängte Zimmerdecke, an der die Traglattung befestigt wird.

Die Abstände zwischen den Direktabhängern sollten nicht größer als 80 cm sein, um eine stabile und gleichmäßige Konstruktion zu gewährleisten. Achte außerdem darauf, dass der Abstand der beiden äußeren Latten zur Wand jeweils etwa 20 cm beträgt.

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Direktabhänger befestigen

Bohre nun die Löcher entsprechend den Markierungen an der Decke. Verwende geeignete Dübel und Schrauben, um die Direktabhänger sicher zu befestigen. Dabei ist es wichtig, Dübel und Schrauben entsprechend der Deckenart auszuwählen, um einen festen Halt zu gewährleisten.

Um eine visuelle Vorstellung zu bekommen, wie die Direktabhänger an der Decke angebracht werden, sieh dir das folgende Bild an:

Mit dieser Anleitung kannst du die Direktabhänger für die abgehängte Rigips-Decke korrekt an der Decke anbringen und somit die Grundlage für eine stabile Unterkonstruktion schaffen.

Schritt 3: Grund- und Traglattung anbringen

Um eine stabile und gut isolierte Rigips-Decke zu erstellen, ist es wichtig, die Grund- und Traglattung richtig anzubringen. Dieser Schritt stellt die Basis für die spätere Befestigung der Gipskartonplatten dar.

Zunächst schieben Sie die Grundlattung des Deckenabhängsystems in die Direktabhänger und befestigen sie mit Schrauben. Achten Sie dabei darauf, dass die Schienen gerade ausgerichtet sind, indem Sie eine Wasserwaage verwenden. Wenn die Enden der Direktabhänger überstehen, können Sie diese mithilfe einer Zange nach oben biegen, um beim Abhängen der Decke im Weg zu sein.

Jetzt können Sie mit der gewünschten Dämmung beginnen. Eine gute Option ist die Verwendung von Steinwolle, um zusätzlichen Schallschutz und Wärmedämmung zu bieten.

Die Traglattung besteht aus den Querverlattungen, auch Tragschienen genannt, an denen später die Gipskartonplatten befestigt werden. Um die Tragschienen zu befestigen, verwenden Sie Kreuzverbinder und achten Sie darauf, dass der Abstand zwischen den Leisten maximal 40 cm beträgt. Wichtig ist auch, dass der Plattenstoß (sowohl für Quer- als auch Längsstöße) immer mittig auf der Traglattung liegt.

Wenn Ihr Raum länger als 4 m ist, sollten Sie die Grundlattung für das Abhängen der Decke mit Längsverbindern verbinden. Dadurch stellen Sie sicher, dass die Konstruktion stabil bleibt.

Schritt 4: Gipskartonplatten des Deckenabhängsystems zuschneiden

Um das Deckenabhängsystem professionell zu installieren, ist es wichtig, die Gipskartonplatten richtig zuzuschneiden. Je nach Art des Raumes, für den du die Decke abhängen möchtest, wählst du die passenden Gipsplatten aus. Wenn du eine feuerfeste Decke möchtest, eignen sich GKF-Platten. Für Feuchträume wie das Badezimmer sind GKBI-Platten die richtige Wahl. Ansonsten kannst du auf reguläre GKB-Platten zurückgreifen.

Um die Gipskartonplatten auf die benötigte Länge des Abhängsystems zu bringen, verwendest du am besten ein Cuttermesser. Ritze die Platten entlang einer Schneidleiste oder einer Wasserwaage an, bis die Kartonummantelung durchtrennt ist. Anschließend brichst du die Platte über eine scharfe Kante und durchtrennst die untere Ummantelung mit dem Messer. So erhältst du die gewünschte Größe.

Um eine saubere Kante zu erzielen, kannst du auch die Schnittkanten mit einem Kantenhobel oder dem Cuttermesser schräg anfasen. Zum Glätten der Schnittkanten verwendest du einen Gipskartonhobel. Dabei ist es wichtig, etwaige Staubreste gründlich zu entfernen, um eine saubere Oberfläche zu gewährleisten.

Mit diesen Schritten kannst du die Gipskartonplatten passgenau für dein Deckenabhängsystem zuschneiden und für eine professionelle Montage vorbereiten.

Schritt 5: Gipskartonplatten an Decke montieren

Um die abgehängte Decke mit Gipskartonplatten zu vervollständigen, werden diese mit den angefasten Kanten nach unten quer zur Traglattung an der Unterkonstruktion angebracht. Bevor du die Platten montierst, ist es wichtig, Papiertrennstreifen an den Wandanschlüssen anzubringen. Diese selbstklebenden Papiertrennstreifen gewährleisten einen gleitenden Anschluss der Decke an die festen Bauteile und sorgen somit für Stabilität, auch bei Erschütterungen.

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Beginne die Montage der Gipskartonplatten immer in einer Ecke oder der Plattenmitte, um Stauchungen zu vermeiden. Es ist ratsam, zu zweit zu arbeiten, um die Platten sicher und genau anzubringen. Verwende Schnellbauschrauben mit Feingewinde (25 mm x 3,9 mm) und setze sie im Abstand von 10 cm. Nachdem die erste Reihe angebracht ist, setze die zweite Plattenreihe im Schiffsverband mit einem Versatz von mindestens einer Traglattenbreite.

Eine wichtige Anmerkung: Achte darauf, bei der Verschraubung nicht in die Wandprofile zu schrauben, sondern in die Tragprofile.

Schritt 6: Fugen der Deckenabhängung verspachteln

Idealerweise klebst du vor dem Spachteln Glasfaservlies auf die Längskanten der Gipsplatten. Dies bietet zusätzliche Stabilität und verhindert Rissbildung.

Um die Fugen der Deckenabhängung zu verspachteln, verwende Feinspachtelmasse auf Gipsbasis. Trage die Spachtelmasse mit einem Spachtel quer zur Fuge auf und fülle sie komplett aus. Achte darauf, die Schraublöcher ebenfalls zu verspachteln. Wiederhole diesen Vorgang mehrmals, um eine gleichmäßige Füllung zu erreichen.

Mit einer Glättekelle ziehst du die aufgetragene Spachtelmasse breit ab, bis eine ebene Oberfläche entsteht. Sobald die Spachtelmasse vollständig durchgetrocknet ist, schleife die Oberfläche vorsichtig ab, um sie glatt und gleichmäßig zu machen. Achte dabei darauf, die Gipsplatten nicht zu beschädigen.

Nach dem Verspachteln ist die Oberfläche der abgehängten Decke tapezierfertig. Solltest du vorhaben, die Decke zu streichen, spachtle und glätte die gesamte Plattenfläche, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Tipps für das Verspachteln der Fugen:

  • Verwende Glasfaservlies auf den Längskanten der Gipsplatten, um zusätzliche Stabilität zu gewährleisten.
  • Arbeite sorgfältig und mehrmals, um eine glatte und gleichmäßige Oberfläche zu erreichen.
  • Verwende Feinspachtelmasse auf Gipsbasis für optimalen Halt und eine kraftschlüssige Füllung.
  • Schleife die Oberfläche vorsichtig ab, um sie glatt zu machen, ohne die Gipsplatten zu beschädigen.
  • Entferne Staubreste gründlich, bevor du mit dem Tapezieren oder Streichen der Decke beginnst.

Mit diesen Tipps kannst du deine abgehängte Rigips-Decke professionell verspachteln und für weitere Bearbeitungsschritte vorbereiten.

Fazit

Das Abhängen einer Rigips-Decke bietet viele Vorteile, wie eine bessere Wärmeisolierung, Schallschutz und eine optische Aufwertung des Raumes. Durch die Verwendung von Direktabhängern und einer stabilen Unterkonstruktion aus Grund- und Traglattung lassen sich auch Unebenheiten in der Decke ausgleichen. Mit den richtigen Schritten und Werkzeugen kann eine Rigips-Decke professionell abgehängt werden. Achte dabei auf die genauen Abstände und folge den Anleitungen, um eine stabile und sichere Montage zu gewährleisten.

FAQ

Welche Vorteile bietet das Abhängen einer Rigips-Decke?

Das Abhängen einer Rigips-Decke bietet eine bessere Wärmeisolierung, Schallschutz und eine optische Aufwertung des Raumes.

Mit welchen Werkzeugen kann eine Rigips-Decke abgehängt werden?

Zur Montage einer Rigips-Decke werden unter anderem eine Wasserwaage, eine Bohrmaschine, eine Zange und ein Kantenhobel benötigt.

Wie werden die Profile für das Decken-Abhängsystem an der Wand angebracht?

Zuerst klebt man das Dichtungsband auf die Wandseite der Profile. Anschließend markiert man die Einbauhöhe mit einer Wasserwaage an den Wänden und bohrt die vorgebohrten Löcher in die Wand, um die Profile zu befestigen.

Wie werden die Direktabhänger an der Decke angebracht?

Die Position der Grundlattung wird per Schnurschlag festgelegt. Dann werden die Direktabhänger mit geeigneten Dübeln und Schrauben an der Decke befestigt.

Wie wird die Grund- und Traglattung angebracht?

Die Grundlattung wird in die Direktabhänger geschoben und mit Schrauben befestigt. Die Traglattung, bestehend aus den Tragschienen, wird mit Kreuzverbindern an der Grundlattung befestigt.

Wie werden die Gipskartonplatten des Deckenabhängsystems zugeschnitten?

Die Gipskartonplatten werden entlang einer Schneidleiste oder einer Wasserwaage eingeritzt, gebrochen und dann mit einem Gipskartonhobel geglättet.

Wie werden die Gipskartonplatten an der Decke montiert?

Die Gipskartonplatten werden mit den angefasten Kanten nach unten quer zur Traglattung an der Unterkonstruktion angebracht.

Wie werden die Fugen der Deckenabhängung verspachtelt?

Vor dem Spachteln klebt man Glasfaservlies auf die Längskanten der Gipsplatten und bringt die Spachtelmasse mit einem Spachtel quer zur Fuge auf.

Welche Abstände müssen beim Abhängen einer Rigips-Decke berücksichtigt werden?

Bei der Deckenabhängung sollten die Abstände zwischen den Direktabhängern nicht größer als 80 cm sein, und die äußeren Latten sollten etwa 20 cm von der Wand entfernt sein.

Was muss man bei der Auswahl der Gipsplatten beachten?

Je nach Raum verwendet man unterschiedliche Gipsplatten. Für eine feuerfeste Decke werden GKF-Platten, für Feuchträume GKBI-Platten und für normale Räume GKB-Platten verwendet.

Quellenverweise

Siehe auch:  Decke abhängen: Anleitung und Tipps
Mathias Pfaff
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